Skyfire 0.8 BETA vs. Opera Mobile 9.5 BETA 2 / IRIS Browser

Das Thema Webseiten-Betrachtung mit dem XDA comet beschäftigt mich ja nun eine geraume Zeit. Angefangen habe ich – wie wohl jeder Benutzer – mit den Bordmitteln, sprich dem Internet Explorer Mobile. Schnell erkennt man jedoch, dass dieser an seine Grenzen stößt, so dass man sich nach Alternativen umsieht. Auf der Suche nach dem Erlebnis mobilen Surfens bin ich an folgenden Lösungen vorbei gekommen:

Nun bin ich beim Skyfire gelandet, über den ich schon früher einmal berichtet hatte. Das BETA-Programm war jedoch bisher auf die USA beschränkt und man musste erst einmal verifiziert werden bevor man den Browser ausprobieren durfte. Dies hat sich nun Ende letzten, Anfang diesen Monats geändert, so dass dieser Browser nun jedermann zugänglich ist. Heute habe ich mir Skyfire einmal näher angesehen, daher möchte ich hier über meine ersten Eindrücke berichten.

Die Registrierung auf der Skyfire Webseite verwirrt, da man aufgefordert wird eine Mobiltelefonnummer anzugeben, die mit dem Ländercode „+1“ beginnt. Nach einigem Ausprobieren und mit dem Mut zur Lücke habe ich dann hier einfach eine fiktive Nummer angegeben, die auch akzeptiert wurde. In der nun folgenden Bestätigungsmail, die man auf die angegebene Adresse geschickt bekommt, ist ein Download-Link enthalten. Beim Klick auf diesen Link wird man auf eine Webseite geleitet, wo man aufgefordert wird ein Passwort zu wählen und dies zu bestätigen. Die nächste Seite präsentiert dann den Download-Link, der auf eine CAB-Datei verweist, sofern man den Windows Mobile 5/6 Download ausgewählt hat. Der Browser ist ansonsten noch für Symbian basierte Mobiltelefone verfügbar (N-/E-Series).

Die Installation des Browsers verläuft völlig unspektakulär. Positiv zu erwähnen ist, dass man gefragt wird, ob man Skyfire als den Default-Browser setzen möchte; im Gegensatz zu anderen Browsern (s. Opera mobile), die das einfach stillschweigend machen. Zum Abschluß der Installation wird man noch gefragt, ob man den Browser gleich starten möchte oder das lieber später tun möchte.

skyfire0001Der erste Start des Skyfire Browsers verlief – subjektiv betrachtet – sehr viel schneller als der des Opera mobile und des IRIS Browsers. Beim ersten Start wird man nach seiner Email-Adresse und seinem zuvor vergebenen Passwort gefragt, bei weiteren Starts aber nicht mehr. Links ist der Startbildschirm von Skyfire zu sehen. Die Geschwindigkeit bei Skyfire beschränkt sich nicht nur auf den Start, sondern wird konsequent fortgesetzt. Hierzu aber im Laufe des Artikels mehr. Während des Startvorgangs wird auch jedes Mal erneut der Browser authentifiziert, was unter vorsichtigen Menschen Bedenken auslösen könnte, was denn sonst noch so alles über die Leitung Richtung Skyfire-Server geht, aber gerade wenn das Angebot dünn ist, muss man wohl einen Tod sterben.

skyfire0002Es sei noch anzumerken, dass es übrigens von keinem der oben angesprochenen Browser den Quelltext gibt. Dies wird sich eventuell bessern, wenn es einmal den mobilen Firefox (Codename: Fennec) geben wird, aber hier scheint noch ein bisschen Zeit vergehen zu müssen.

Der Browser kann sein Herkunftsland nicht verbergen, was man bei Betrachtung des Startbildschirms feststellen kann. So wird man auf aktuelle landestypische Themen hingewiesen (Election 2008), auch das voreingestellte Wetter (Mountain View) und die verwendete Einheit (Fahrenheit) zeigen dies.

Die Bilder unten zeigen den Startbildschirm und natürlich auch die Benutzeroberfläche des Skyfire Browsers. Beginnt man mit der Eingabe einer URL, so schlägt Skyfire dem Anwender passende Ergebnisse vor, die, sofern man einen Vorschlag auswählt, zu einer Suchanfrage via Google oder Yahoo führt (s. letztes Bild der 4 Bilder unten).

skyfire_start1skyfire_start2skyfire_start3skyfire_suggest

Der Seitenaufbau in Skyfire ist sehr schnell, meines Erachtens nach deutlich schneller als bei den anderen von mir bisher genutzten Browsern. Des Weiteren beherrscht er Flash und JavaScript, so dass auch Web 2.0 Seiten keine größeren Probleme bereiten sollten; das muss aber noch im Detail ausgetestet werden. Ein kurzer Test mit youtube zeigte aber schon vorab, dass Flash-Filme und dynamische Webinhalte kein Problem darstellen. Wer mit einem mobilen Endgerät schon einmal versucht hat auf Seiten wie youtube zu kommen ohne deren eingeschränkte Mobilseiten zu benutzen, weiss wovon ich rede.

skyfire_youtube1skyfire_youtube2skyfire_youtube3

Sehr angenehm hingegen ist, dass es keine lästigen Speicherfehlermeldungen (Out of memory) gab und der Browser auch bei komplexen Webseiten (z.Bsp.: heute.de) nicht in die Knie ging oder das Gerät kontinuierlich langsamer wurde. Anhand des Beispiels von Spiegel Online kann man sich nun den Browser einmal in Aktion ansehen:

Spiegel Online in Skyfire (Übersichtsmodus)Zoomvorgang nach Doppeltap mit StylusZoom auf SeitenausschnittFullscreen Modus

Ebenfalls positiv zu erwähnen ist der Fullscreen-Modus, der das Platzangebot optimal ausreizt, indem er die obere und untere Leiste von Windows Mobile ausblendet und unten nur zwei kleine Buttons zu sehen sind. Oben links hat man die Möglichkeit den Fullscreen-Modus wieder zu verlassen (das kleine Dreieck). Opera Mobile 9.5 BETA x geht hier ähnliche Wege, zeigt aber nur eine Schaltfläche unten rechts semi-transparent an. Der IRIS Browser kann in dem Modus leider nicht 100% überzeugen, da er die untere Leiste von Windows Mobile eingeblendet ließ.

Als Fazit meiner bisherigen Erfahrungen kann ich sagen, dass der Skyfire-Browser meiner Vorstellung des mobilen Surfens bisher am nächsten kommt. Die Schnelligkeit und Genügsamkeit gerade auf einem Gerät mit wenig RAM wie dem XDA comet lassen einen die Skepsis, die man sich mit anderen Browsern „erarbeitet“ hat, vergessen. Daher kann ich den geneigten Leser nur einladen selbst seine Meinung zu bilden und sich den Browser einmal zu installieren – ich denke, es lohnt sich. Endlich ein mobiles Surf-Erlebnis ohne einen gravierenden Nachteil in Kauf nehmen zu müssen.

Derzeit tut sich auf dem Gebiet des mobilen Surfens recht viel. Man munkelt auch von einer neuen Internet Explorer 6 Mobilversion, die Mozilla Foundation arbeitet an Fennec und die anderen Hersteller verbessern ihre Browser kontinuierlich. Bleibt nur zu hoffen, dass sie die breite Masse der PocketPC/Smartphone Benutzer, die wenig RAM ihr Eigen nennen, nicht vergessen. Nicht jeder Benutzer hat einen HTC mit über 256 MB RAM 😉 Warten wir also ab, was uns die Zukunft bringt.

Kommentare und Anregungen sind willkommen.

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