Dropbox – Synchronisation leicht gemacht

Im Internet gibt es mittlerweile einige Dienste, die einem kostenlos Speicherplatz zur Verfügung stellen. Hierbei schwankt dir Größe des zur Verfügung gestellten Speicherplatzes von Dienst zu Dienst. So sind es bspw. bei GMX im Basispaket, das kostenlos ist, 1 Gb beträgt, bei Hotmail (Microsoft’s Skydrive) sind es 25 Gb, jedoch kann man nur Dateien bis zu 50 Mb an einem Stück hochladen. Richtig transparent ist jedoch keine der beiden Lösungen, da man immer wieder über den Browser gehen muss.

Dropbox TrayiconVor ein paar Tagen bin ich nun auf Dropbox gestoßen. Dieser Dienst stellt einem kostenlos 2.2 Gb und ein Programm, das für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung. Dieses Programm wird in der System-Tray angezeigt, überwacht einen Ordner und synchronisiert diesen sobald sich dessen Inhalt ändert. Natürlich ist es auch möglich weiterhin über das Browser-Interface zu gehen. Hiermit kann man dann bspw. Inhalte von zu Hause überall verfügbar machen und auch umgekehrt. Ebenso kann man Dateien der Öffentlichkeit freigeben und diese dann per Link an Freunde senden, so dass sie sich die Dateien runterladen können.

Alles in allem ist Dropbox eine wunderbare Möglichkeit Dateien auf mehreren Rechner synchron zu halten und dabei den Vorteil zu nutzen diese auch als Backup hinterlegen zu können.

Windows Mobile – nützliche Tools

Wie man an der Historie der Blogeinträge ersehen kann, komme ich nicht wirklich oft zum Bloggen. Daher werde ich versuchen mich in der Frequenz meiner Beiträge zu beschränken, dafür aber dann – so hoffe ich – nützliche Beiträge veröffentlichen 😉

Der heutige Blog-Beitrag befasst sich mit einer Reihe von Tools, die ich auf meinem XDA comet benutze und zu denen es in letzter Zeit Updates gab. Beginnen möchte ich mit dem Skyfire Browser, der nun für alle freigegeben wurde und in der Version 0.9 erschienen ist.

Ebenso gab es für den IRIS Browser ein Update, der diesen subjektiv betrachtet deutlich haptischer werden lässt, sprich er reagiert flüssiger auf Eingaben. Auf Mobilgeräten mit deutlich mehr RAM ist er sicher der Kandidat der Wahl, zumal er auch Tabbing beherrscht.

Heute Bildschirm mit Google SearchGoogle hat ein Update seiner WinMo Software Google Maps herausgegeben. Erschienen ist das Tool nun in Version 3.0.0.12 erschienen. Eine Neuerung ist u.a. die Möglichkeit Verkehrsinformationen in der angezeigten Map einzublenden. Eine weitere nützliche Software von Google ist die Google Suche, die sich auf dem Heute-Bildschirm installiert. Von dort aus hat man die Möglichkeit auf alle Dienste direkt zuzugreifen.

Für den Kontaktlisten-Ersatz iContact gab es ein Update auf Version 0.91. Zur Erinnerung: iContact erlaubt die Anzeige der Kontakte in Form einer Liste, die man mit dem Finger bedienen kann. Insgesamt lassen sich die Kontakte so sehr viel leichter durchforschen.

Wer mit dem WinMo-Wecker nicht zufrieden ist und hier insbesondere eine „Snooze“-Funktion vermisst, sollte sich G-Alarm ansehen. Die Software erlaubt eine Vielzahl von Optionen. Für die ganz hartgesottenen Morgenmuffel gibt es die Möglichkeit den Alarm so zu konfigurieren, dass man zuerst eine Aufgabe oder ein Rätsel lösen muss, bevor man den Alarm abstellen kann. Eine echte Herausforderung, wenn man gerade aufgewacht ist 🙂

Soweit zu den Updates interessanter Tools für WinMo Mobiltelefone.

Backup von Email-Konten via IMAP

Ich trage mich derzeit mit dem Gedanken mein Webspace-Paket auf ein neues Paket umstellen zu lassen. Hierbei werden vom Hoster einige Vorgaben gemacht, worauf der Kunde achten muss. Eine dieser Vorgaben ist es, dass der Kunde ein Backup aller seiner Daten (Webspace, Datenbank, Email-Konten und Einstellungen) vornehmen muss. Dies stellt auch gar kein Problem dar, nur bei dem Punkt Email-Konten musste ich kurz stutzen.

Wie kommt man denn da in einem Webspace-Paket mit reinem FTP-Zugang und ohne entsprechenden Backup-Punkt in der Konfigurationsoberfläche ran ? Email-Daemons legen diese Daten ja in einer Verzeichnisstruktur auf derPlatte ab (*nix-Systeme), worauf ich aber in dieser Konfiguration keinen Zugriff habe. Also habe ich mich an den Support gewandt und deren Lösungsvorschlag war so einfach, dass ich mich ernsthaft fragte, wieso ich nicht selbst darauf gekommen bin. Sollte der geneigte Leser bis zu diesem Punkt des Artikels auch noch keine Ahnung haben, wie er denn diesen Backup bewerkstelligen sollte, bin ich zumindest beruhigt, dass es nicht nur mir so ging.

Die Lösung – für IMAP Konten wohlgemerkt – liegt in der Verwendung eines kleinen Programms namens IMAPSize. Natürlich war mir bekannt, dass das IMAP-Protokoll besser und effizienter zum Verwalten von Emails als das POP3-Protokoll ist, da die Daten auf dem Server verwaltet werden und nicht alles übertragen werden muss, darüber jedoch auch Backups (auch inkrementell) zu machen, kam mir nie in den Sinn. Wieder etwas dazugelernt 🙂

Google Mobile Maps 2.3.0.9

Google hat Google Mobile Maps (GMM) für Windows Mobile in der Version 2.3.0.9 veröffentlicht. Auffälligste Änderung: Streetview wurde integriert. Bisher hat GMM auf meinem XDA comet gute Dienste geleistet, ich kann es daher nur jedem empfehlen. Anbei noch ein paar Screenshots.

GMM normale Ansicht

GMM Kontextmenü zu StreetView
GMM StreetView

Windows Mobile Tool: Mortbuttons 2.6

Vor zwei Tagen wurde die Version 2.6 des Werkzeugs Mortbuttons veröffentlicht. Die Änderungen zur Version 2.5 (die ich bereits in früheren Artikeln vorgestellt habe) sind wenige, aber dafür umso erfreulicher:

V2.6

  • Unterstützung von Kontakten
  • Schnellere Übergangs-Animationen
  • Mehr Einstellungen für einzelne Menüs
  • Bessere Unterstützung von vom Benutzer hinzugefügten Menüs
  • Diverse kleinere Verbesserungen und Bugfixes
  • Einfaches Heute-Plugin

Das erste Merkmal, das mir ins Auge fiel ist die Unterstützung von Übergangsanimationen. Das verleiht der Anwendung ein viel griffigeres „Look and Feel“ und ist einfach nur angenehm anzusehen. Welche Effekte für welche Aktion genutzt werden sollen, ist individuell einstellbar. Zur Verfügung stehen „Dehnen/Quetschen“, „Wegschieben“, „Darüber schieben“, „Scheibenwischer“, „Überblenden“, „Würfel“, Links/Rechts/Oben/Unten oder einfach „Kein Übergang“. In Verbindung mit den festlegbaren Fingergesten erreicht man näherungsweise das Verhalten des HTC Home Plugins bzw. des HTC Cubes. Einfach genial !

Hier ein Video, das die Effekte zeigt (Sorry für die miserable Qualität, ein anderes Handy musste hierfür herhalten):

currenttodayEine weitere Neuerung ist die Platzierung auf dem Heute-Bildschirm mittels eines kleinen Plugins, das mitinstalliert wird. Da ich aber meinen Heute-Bildschirm bereits mittels rlToday angepasst habe (s. das Bild links), starte ich „Mortbuttons1“ direkt als Menü, so dass diese Lösung für mich leider etwas zu spät kommt 🙁

Die nützlichste Erweiterung in V2.6 ist jedoch die Unterstützung von Kontakten. Das bedeutet konkret, dass man einen Kontakt als Schnellwahl-Knopf in einem Menü platzieren kann. Hat man zu diesem Kontakt ein Bild gepflegt, wird dieses direkt als anzuzeigendes Symbol übernommen. Endlich ein „Quick-Dial“ ohne Schnörkel. Daumen hoch an den Entwickler für diese Erweiterung 😉 Standardmäßig wird man auch vor der Anwahl gefragt, ob man diese Nummer auch wirklich wählen möchte, dies kann man aber in den Einstellungen ausschalten. Jedoch gilt: vom Sicherheitsdenken her sehr gut.

Mit diesen Erweiterungen habe ich ganz neue Ideen für eine kleine Umgestaltung meines Heute-Bildschirms, worüber ich dann auch berichten werde.

Windows Mobile aufpeppen – Teil 1

Heute möchte ich die schon oft angesprochene Artikelreihe „Windows Mobile aufpeppen“ beginnen. Diese Artikel-Reihe soll meinen Weg durch ein Geflecht aus verschiedensten Werkzeugen und Ansätzen widerspiegeln, aber auch einige Irrwege und Probleme aufzeigen. Generelles Ziel ist es jedoch immer Windows Mobile durch nützliche und optisch ansprechende Werkzeuge zu erweitern.

An was misst man heutzutage die Bedienbarkeit eines Mobiltelefons ? Nun ich denke an neuartigen Bedien-Konzepten und -ideen, die man so noch nicht gesehen hat und die viel Funktionalität in wenige Aktionen verpacken können. Der Wunsch meinen XDA comet mit Standard Windows Mobile aufzupeppen keimte erstmals auf als ich die Bedienoberflächen von HTC und von Apple’s iPhone sah. Kurze Zeit später begann dann die Suche nach Programmen, die Teile dieser Funktionalität – vielleicht sogar aus beiden Welten – auf meinen XDA brachten.

Beginnen möchte ich mit dem Ansatz Windows Mobile dem iPhone „Look and Feel“ näher zu bringen. Markantes Zeichen beim Einschalten des iPhone ist der Slide2Unlock Bildschirm. Durch eine kleine Google-Exkursion fand ich verschiedene Werkzeuge, aber wie so oft im PDA-/PPC-Bereich wird für jedes Fitzelchen Software ein teils unverschämter Preis verlangt. Dann bin ich auf das Forum bei xda-developers gestolpert und siehe da, es gibt dort Tools, Hilfe und Rat für die verschiedensten Belange im XDA Segment. Gefunden habe ich dort das Tool „S2U2“ von A_C, das neben zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten auch ein Skinning des Startbildschirms erlaubt. Daneben kann es den nächsten Termin, die Zahl der verpassten Anrufe und empfangenen SMS zentral gebündelt beim Einschalten präsentieren. Ferner bietet es die Option Anrufer und deren ggfs. hinterlegten Bilder Bildschirm-füllend bei eingehendem Anruf anzuzeigen, so dass man im Falle eines hinterlegten Bildes schnell sehen kann, wer gerade durchklingelt. Auch die Anzeige von Wetterinformationen (hier und hier) ist auf diesem Startbildschirm möglich. Hierzu bedient es sich verschiedener Tools, die aber bereits installiert sein müssen oder es liest einen definierten Registry-Key und wertet diesen aus. Dies erlaubt es auch anderen Programmen – etwa Mortscripts (hierzu mehr in einem anderen Artikel) – Wetterinformationen zu analysieren und S2U2 bereit zu stellen. Alles in allem ein nützliches und optisch ansprechendes Tool mit vielen Anpassungsmöglichkeiten.

Hat man nun Slide2Unlock auf dem iPhone betätigt so gelangt man auf eine Schnellstart-Bildschirm, wobei man auch durch verschiedenartig gegliederte Seiten blättern kann. Dies bildet unter Windows Mobile das Werkzeug iFonz. Beim Start eines Programms oder einer Verknüpfung wird eine Übergangsanimation angezeigt und das gewünschte Programm erscheint. Allerdings hat der Flair dann auch sein Ende, denn man landet wieder in der Realität – sprich der Windows Mobile Oberfläche. Funktional gesehen kann iFonz mit frei definierbaren Startleisten und mehreren Seiten dienen. Die Zahl der Termine und SMS kann auch angezeigt werden. Man kann also bis zu einem gewissen Grad einen Look and Feel des iPhone nachahmen.

Kommen wir aber nun zu dem HTC-Ansatz und wie er sich unter Windows Mobile simulieren lässt. Markantestes Merkmal der Bedienung ist sicher der Cube, einer Oberfläche, der man durch links und rechts Bewegen des Fingers Leben einhauchen kann. Dabei wird durch eine Kubus-Animation zwischen verschiedenen Seiten hin- und hergeblättert. Man hat so Zugriff auf Kontakte / Favoriten, Musik / Videos /Fotos und verschiedenen Links wie CommManager oder SMS etc. Dies wird von diversen Tools nachgeahmt, diese setzen aber teilweise ressourcenhungrige Erweiterungen voraus (flashlite, Compact Framework). Daher kam für mich letzten Endes nur der HTC Cube Clone SCLPC++ in Frage. Die Konfiguration erfolgt ohne weitere Hilfsmittel über INI-Dateien. Die Animationen sind flüssig und der Kubus reagiert sofort. Negativ aufgefallen ist die Verwendung einer OpenGL-Library, die einen Hinweis einblendet, da sie nicht lizenziert ist.

Weiteres Merkmal ist das Heute-Bildschirm-Plugin von HTC, das einem Zugriff auf Telefonate, SMS und Mail sowie Wetter und Quickdial (hinterlegte Kontakte, die man direkt vom Heute-Schirm aus anwählen kann) bietet. Hierzu werden Tabreiter verwendet, durch die man blättern kann. Unter Windows Mobile kann man dies durch die Verwendung von rlToday sowie einem hierfür angepassten Skin (im RL-Forum findet man auch eine an QVGA angepasste Version des Skins) und verlinkten Mortscripts erreichen.

Zu der nicht ganz unspannenden Frage, wieso ich die Werkzeuge, die das iPhone nachahmen nicht mehr benutze kann ich nur sagen, dass S2U2 über 1 MB Speicher auf meinem XDA comet verbraucht hat. Das ist für einen PDA/PPC, wo Speicher eh ein kostbares Gut ist, einfach zuviel. Die iFonz Oberfläche habe ich irgendwann auch abgeschaltet, da der Flair der Integration ab einem gewissen Grade verflogen ist und es manchmal auch etwas träge wirkte. Gerade beim Start des XDAs überschnitten sich häufig PIN-Eingabe und die iFonz Oberfläche. Den HTC Cube Clone habe ich ob seiner unkomfortablen Konfiguration und der Meldung der OpenGL Bibliothek auch wieder vom XDA entfernt.

currenttodayWas man aber anpassen kann und was auch nahtlos in Windows Mobile integriert wird, sind die sog. Motive. Beim XDA comet ist das Motiv „Swirl“ voreingestellt, das sich mit der Farbe Blau in Szene setzt. Ich persönlich bevorzuge hier eher ein Motiv, das sich am HTC bzw. am neuen HTC Diamond orientiert, sprich sich vermehrt dunklen Farben bedient. Ein Theme „Black WM6 Theme“ kann man sich frei hier herunterladen, ein Theme „HTC Diamond Theme“ hier. Wie diese Motive aussehen kann man sich in früheren Beiträgen hier und hier (respektive auf dem Bild links) ansehen. Wer es lieber bunter mag, kann sich auch auf den verlinkten Seiten mit den Themes gerne einmal umsehen, ob das Passende für ihn dabei ist.

Soviel erst einmal als Auftakt zu der Artikelreihe. Wem meine Ausführungen nicht zusagen, sprich sich die Geschmäcker unterscheiden, kann sich vielleicht einige Anregungen mitnehmen. Ansonsten reden wir hier über ein als subjektiv einzustufendes Thema. Geschmäcker sind nun einmal verschieden 😉 Dennoch hoffe ich, dass es gefällt.

Im nächsten Artikel hierzu werde ich Plugins für den Heute-Bildschirm vorstellen und was an diesen – in meinen Augen – gut oder schlecht ist. Ziel der Artikelreihe wird es sein den Weg zu meinem jetzigen Heute-Bildschirm zu beschreiben, so dass man ab da selbst kreativ tätig werden kann.

Teaser: Windows Mobile aufpeppen

Nach langem Ausprobieren, Testen und der Wahl zwischen verschiedenen Ansätzen und Werkzeugen habe ich nun endlich meinen „Heute“-Bildschirm soweit, dass ich (vorerst, ich kenne mich ja) einmal zufrieden bin.

heutefinalIn erster Linie ging es die Möglichkeiten zu erkunden, die einem mit Windows Mobile geboten werden auszuloten. Natürlich orientiert man sich hierbei am „Hype“-Objekt: dem iPhone. So ging es erst einmal damit los zu schauen, welche Anwendungen in diesem Zusammenhang verfügbar sind. Ich habe auch einiges gefunden und installiert, was die Oberfläche vom Aussehen her stark an das iPhone annähert, aber man merkt sehr schnell, dass der XDA comet doch eine nicht ganz unwichtige Hardware-Grenze mit sich bringt – die Größe des RAM ist nach wie vor auf solchen Geräten sehr begrenzt und jedes KB schmerzt. Außerdem landet man irgendwann immer wieder auf der Windows Mobile Oberfläche, die nun einmal anders aussieht und sich anders bedienen lässt, so dass eine realistische Nachahmung letzten Endes nicht zu Stande kommt.

Also bin ich von zu vielen Zusatzapplikationen weg und habe mich auf die Möglichkeiten von Windows Mobile konzentriert mit Augenmerk auf den Speicherverbrauch. Die ganze Geschichte nun in diesen kleinen Appetitanreger-Artikel zu packen würde den Rahmen sprengen, daher sage ich nur soviel – es hat ca. 2 Monate gedauert mich zu informieren und auszuprobieren. Herausgekommen ist das, was ihr auf dem Bild im Artikel seht: ein realtiv aufgeräumter und nicht zu überladener „Heute“-Bildschirm, der einem die wichtigsten Informationen und Zugriffe gebündelt im oberen Teil des Bildschirms präsentiert, sowie das Standard-Element „Kalender“ im unteren Teil.

heutequickstartÜber diesen Bildschirm habe ich die Möglichkeit den Sound auszuschalten, anzuschalten und auf Vibration (hier muss ich noch ein eigenes Icon einbauen) umzustellen. Des Weiteren sehe ich die Zahl der verpassten Anrufe, die Zahl neuer SMS und die Zahl neuer Emails. Eine neue SMS kann ich mit einem Klick (Tippen) beginnen. Zusätzlich habe ich mir eine Zugriffsmöglichkeit auf ein Schnellstartmenü eingebaut (s. zweites Bild in diesem Artikel).

Die kleinen Icons rechts unten (s. Bild 1) erlauben mir den Zugriff auf die Kommunikationselemente: Telefon, Daten, Bluetooth, WLAN und einen Flugmodus, der alle Verbindungen ausschaltet).

Die zugrunde liegenden Tools decken noch nicht alle Funktionalitäten hierbei ab, aber auch daran arbeite ich noch 😉

Alles in allem bin ich bis jetzt mit jetzigen Layout und den Zugriffsmöglichkeiten sehr zufrieden und werde euch die nächsten Tage den Weg hierher in ein paar Artikeln aufzeigen (inkl. der Fehler und Fallstricke). Anregungen sind wie immer willkommen.

Windows Mobile – essentielle Werkzeuge (2)

Der Inhalt dieses Artikels befasst sich nur teilweise mit dem Thema „Windows Mobile aufpeppen“, aber ich  möchte heute noch vier Werkzeuge vorstellen, die das Arbeiten mit Windows Mobile deutlich vereinfachen.

Es handelt sich um

  • eine neue Eingabetastatur (SIP)
  • ALT+TAB
  • externes Programm zur Steuerung des Sounds (An, Aus, Vibration)
  • externes Programm zur Steuerung der Datenverbindungen (Wifi, Bluetooth, IrDA) und auch als Heute-Plugin

Windows Mobile akzeptiert die Eingabe von Texten über sog. SIPs (software-based input panels) mittels des Stylus oder eine ggfs. vorhandene physische Tastatur. Vorab muss ich sagen, dass ich noch keine Eingabemethode gefunden habe, die für alle capscr0001Anwendungsszenarien gleich gut funktioniert. Für SMS benutze ich meist den Transcriber, für Webseiten mit User/Passwort-Eingabefeldern hingegen eher die Software-Tastatur. Wer schon einmal versucht hat im Laufen den Transcriber zu bändigen, wird verstehen, dass das nicht unbedingt eine praktikable Lösung ist. Daher habe ich mich auf die Suche nach alternativen SIPs gemacht und bin über einen solchen gestolpert, der es auch erlaubt mit Skins umgestaltet zu werden.

Der SIP heißt PCM Keyboard und ist schon mit seinem Standard-Skin recht gut mit dem Finger zu bedienen. Im Forum bei xda-developers.com habe ich dann den hier gezeigten Skin gefunden: iphone bigger skin. Die Tasten sind angenehm groß und lassen sich auch mit meinen dicken Fingern recht zielsicher bedienen. Man braucht etwas Übung, hat aber nach einer kleinen Weile den Bogen schnell raus. Eine kleine Unschönheit bei diesem SIP ist es, dass man diesen erst bei Wechsel des Eingabefeldes in den Vordergrund bekommt, so verhält es sich zumindest bei mir in Verbindung mit dem Tippen einer neuen SMS. Wer ddamit leben kann, findet in dieser Tastatur eine fingerfreundliche Eingabemöglichkeit.

Kommen wir nun zu dem kleinen Werkzeug ALT+TAB. Wer kennt es nicht vom Desktop her, dass man mittels der Tastenkombination ALT+TAB bequem durch die Fenster blättern kann ? Und wer hat diese Funktionalität nicht schon oft während der Arbeit mit Windows Mobile vermisst ? Hier gibt es ein Programm, das genau diese Funktionalität nachrüstet. Man kann dies einer Hardware-Taste am PocketPC zuweisen und schon kann man bequem durch geöffnete Fenster/Tasks blättern. Ich persönlich habe meine „Aufnahme“-Taste hierfür missbraucht, da ich seltens Memos aufnehme 😉

Man kann auf seinem Heute-Bildschirm mittels verschiedenster Plugins sog. Schnellstart-Funktionen einbauen (bspw. Buttons u.ä.). Mir persönlich war es für das Wechseln zwischen Sound an/aus, Vibration immer ein Klick zuviel auf das Lautsprecher-Symbol in der Startleiste am oberen Rand des Bildschirms (man ist ja bequem). Also habe ich mich auf die Suche nach einem Werkzeug gemacht, das diese Funktionalität steuern kann. Gefunden habe ich das Programm V_Vibrate, das man mittels dreier LNK-Dateien so aufrufen kann (inkl. Parameter dann), dass es je nach ausgeführter LNK-Datei das Gerät in den Modus Lautlos, Vibration und Normal versetzt. Als „Soundprofil“-Ersatz reicht mir das völlig aus.

Wenn man sich nun schon das Leben soweit vereinfacht hat, möchte man auch den letzten Schritt wagen und die ganzen Kommunikationsverbindungen auf einen Knopfdruck verwalten können. Dazu kann man das Programm VJVolubilis verwenden. Es bietet einem die Möglichkeit Bluetooth, das Audio Gateway (A2DP, ich habe es noch nicht gebraucht 🙂 ), WLAN (WiFi), Infrarot, Telefon (Radio) und die Datenverbindung zu kontrollieren, sprich an- und auszuschalten. Unglücklicherweise unterstützt VJVolubilis nicht die WiFi-Hardwarem die in meinem XDA comet verbaut ist und es scheint so, dass auch noch andere Modelle hiervon betroffen sind. Daher verwende ich für das An- und Ausschalten vom WLAN AEWiFiTrigger, das mit der Hardware des XDA comet kompatibel ist. Somit kann man alle Datenverbindungen mit einem Klick verwalten und muss nicht erst umständlich auf den Verbindungsmanager wechseln und dort erneut klicken.

capscr0002Will man sich nicht so viele Werkzeuge für die Datenverbindungsverwaltung installieren, empfehle ich EffComm, ein Plugin für den Heute-Bildschirm. Es ist recht unscheinbar und braucht auch nicht viel Platz (s. Screenshot), bietet aber vollen Zugriff auf Bluetooth, WiFi / WLAN und Telefon. Dies dürfte den meisten Leuten ausreichen, ich persönlich würde es noch besser finden, wenn man die Datenverbindung hierüber verwalten könnte. Ein häufig geäußerter Wunsch bei xda-developers.com war auch die Möglichkeit Graphiken parametrieren zu können, allerdings scheint der Autor seine Arbeit (derzeit ?) eingestellt zu haben.

Wie der geneigte Leser an meinem Heute-Bildschirm erkennen kann, habe ich fleißig ausprobiert, was möglich ist und möchte an dieser Stelle noch einmal auf das kommende „Windows Mobile aufpeppen“ Special verweisen 😉

Fragen, Kritik und Anregungen sind willkommen !

Windows Mobile – essentielle Werkzeuge

Ich hatte ja letztens angekündigt etwas über meine Erfahrungen zum Aufpeppen von Windows Mobile zu plaudern. Beginnen möchte ich mit zwei Tools, die meiner Meinung nach auf keinem Windows Mobile Gerät fehlen dürfen: Total Commander CE und PocketRAR.

Beide Programme sind freie Software und somit darf man sie kostenlos benutzen. Warum man diese Tools einsetzen sollte ? Total Commander CE bspw. bringt diverse zusätzliche Möglichkeiten mit, etwa ein komfortableres Kopieren/Verschieben als im Datei-Explorer von Windows Mobile. Des Weiteren bietet er dem Anwender die Möglichkeit die Registry des Geräts einzusehen und ggfs. anzupassen (Achtung: dies sollte ein unerfahrener Anwender – bzw. jemand, der nicht weiss, was er da macht – niemals tun !). Ein integrierter Editor sowie Zugriffe auf LAN und andere Kleinigkeiten, erleichtern einem das mobile Leben ungemein.

Oft stolpert der Anwender im Internet (bspw. auf diversen Foren zum Thema XDA) über mit RAR komprimierte Dateien, die man nicht immer umständlich auf dem Desktop entpacken und dann auf sein Gerät transferieren möchte. Hier hilft PocketRAR, das es einem ermöglicht diese Dateien direkt auf dem Gerät zu verwalten.

So, dies stellt den Einstieg in eine Reihe von Artikeln dar, die sich mit Werkzeugen für folgende Bereiche befassen werden:

  • mobiles Internet (IM, Email, VoIP, Navigation, …)
  • Heute-Bildschirm „tunen“
  • alternative Bedienkonzepte
  • „Skinning“

Ich hoffe das Thema gefällt dem geneigten Leser, so dass er diese Reihe aufmerksam verfolgen wird 😉

Windows Datei Explorer (Replacements)

Heute möchte ich mich dem Thema Windows Datei Explorer widmen. Wer kennt ihn nicht, den mitgelieferten Datei Explorer (explorer.exe) ? Ich wage zu behaupten, es gibt nur zwei Arten über diesen zu urteilen:

  1. man arbeitet gern damit bzw. gibt sich damit zufrieden
  2. man verflucht ihn bis auf die Knochen und sucht sich einen Ersatz

Von meinen guten, alten AMIGA-Tagen her weiß ich, dass es deutlich bessere Möglichkeiten gibt ein Dateiverwaltungsprogramm zu entwerfen. Man erinnere sich nur einmal an das legendäre DirectoryOpus 4 (klassische Zwei-Spalten-Ansicht), das heute als Open Source Projekt weitergeführt wird. Ganz zu schweigen von dessen Nachfolger Directory Opus Magellan mit seiner Mehrfenster Arbeitstechnik. Doch auch zu DOS-Zeiten gab es einige Programme, die zu dieser Zeit bereits leistungsfähiger waren als der Datei-Explorer zu Windows 3.x Zeiten. Hier wird wohl jedem sofort der Norton Commander (Screenshots) in den Sinn kommen, der als Wurzel und Inspiration für kommende Dateimanager gelten darf.

Auch heute noch werden einige Programme von damals von Anwendern genutzt, da sie einfach gerne mit diesen arbeiten und sich an die Arbeitsweise mit diesen Tools gewöhnt haben. Doch wie sieht es heute im Zeitalter der graphischen Benutzeroberflächen mit diesem Typus von Software aus ?

Ich möchte hier nun nicht eine Abhandlung über alle verfügbaren Varianten dieses Software-Typs verfassen, sondern möchte kurz umreißen, was es gibt (sowohl für Windows als auch Linux). Speziell geht es mir aber darum das Tool meiner Wahl vorzustellen: Directory Opus 9, doch hierzu später mehr.

Generell lassen sich jedoch zwei allgemein gültige Ansätze ausmachen:

  • die klassische Zwei-Fenster-Ansicht, bestehend aus einem Quell- und einem Zielordner (NortonCommander-Abkömmlinge), wobei es einige Tools gibt, die hier MultiTabbed Views auf beiden Seiten unterstützen
  • Mehrfachfenster-Ansicht, was als Hybrid zwischen Windows Datei Explorer Ansatz und dem Quell-/Zielordner Ansatz verstanden werden kann

Doch was macht die Arbeit mit dem Windows Datei Explorer zu mühselig ? Nun, ich denke genau dann, wenn man mehrere Ordner gleichzeitig offen hält, verliert man recht schnell den Überblick. Vor allem, wenn Pfade auch nur noch abgekürzt in der Windows Taskleiste dargestellt werden (C:\Temp\An…). Wer seine Taskleiste auch noch einzeilig anzeigt, verliert bei mehreren Fenstern (nicht nur aus Windows Datei Explorer Fenstern bestehend) schnell die Übersicht. Auch mit der Überarbeitung des Datei Explorers in Windows Vista hat sich Microsoft nicht wirklich einen Gefallen getan. Zumindest ich muss gestehen, dass ich nicht auf Anhieb uneingeschränkt mit der neuen Version arbeiten konnte ohne manchmal suchen zu müssen.

Auch andere Annehmlichkeiten, wie frei definierbar Tastaturkürzel oder die Unterstützung von (S)FTP/FTP mit SSL oder gar integrierten kleinen Scriptsprachen ermöglichen eine Flexibilität, die man beim Microsoft-eigenen Explorer irgendwann schmerzlich vermisst. Als Beispiel kann man sich nur einmal vorstellen, was schneller geht: das Öffnen einer Datei eines unbekannten oder bestimmten Typs (bspw. .nfo oder .reg) im Texteditor per rechte Maustaste -> Kontextmenü -> Öffnen mit… oder das Drücken eines definierten Kürzels (bspw. F8).

Ich persönlich habe mich nun vor 3 Jahren für DirectoryOpus 8 und letztes Jahr für das Upgrade auf DirectoryOpus9 entschieden. Einerseits, weil ich es aus alten Zeiten kenne, andererseits, weil man auch die Möglichkeit die Software für 60 Tage zu testen, was mich – nach einem 14-Tage Test – vollends überzeugte. Man darf nicht verschweigen, dass diese Software kommerziell ist (ab 49 Euro) man dafür aber auch regelmäßig Updates bekommt und auch die Community um DOpus sehr aktiv und hilfsbereit ist.

Wer das Geld nicht investieren möchte, kann sich auch einmal die freie Alternative FreeCommander ansehen, die auch sehr flexibel und flott zu bedienen ist. Abgesehen hiervon gibt es noch zig-Varianten; ein kleiner Überblick gibt die Seite bei Wikipedia.

Unter Linux verwende ich meist die standardmäßig bei dem Window-Manager mitgelieferten Dateimanager, habe aber auch Gentoo (nicht die Linux-Distribution) oft im Einsatz, das sich an DirOpus 4 anlehnt.

Nun aber zu dem Tool meiner Wahl unter Windows: DirectoryOpus 9.

Die Liste der Features dieses Tools ist schier endlos und ich habe es bis heute noch nicht geschafft alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Dennoch entdecke ich jeden Tag mehr und lasse mich auch durchaus durch die Beiträge im Community-Forum inspirieren. Einige der Highlights sind u.a.:

  • sehr hohe Konfigurierbarkeit sowohl bei visuellen als auch nicht-visuellen Bestandteilen
  • Plugin-Schnittstelle (C/C++)
  • Themes (für die „Verspielten“ 😉 )
  • Icon-Sets
  • 64-Bit Unterstützung
  • Mehrfenster-Ansatz, Zwei-Fenster Ansicht und Kombinationen möglich (sog. Layouts, die auch speicherbar sind)
  • Favoriten für Schnellzugriffe
  • FTP (optionales Modul)
  • integrierte ZIP-Unterstützung (man kann in ZIP-Ordnern ganz normal navigieren und Operationen ausführen)
  • Unterstützung von regulären Ausdrücken bei der Suche, bei der (erweiterten) Datei-Selektion und auch beim Umbenennen von Dateien
  • Synchronisations-Werkzeug, um Verzeichnisse und Dateien abzugleichen
  • Möglichkeit die Sicht in einem Fenster mittels direkter Eingabe einzuschränken (Bsp.: 500 Dateien, man sucht aber nur die, die *entw* enthalten); die Sicht wird dann auf diese Dateien reduziert

Die Möglichkeiten sind schier endlos, daher verweise ich an dieser Stelle auf die Feature-Liste des Distributors für die deutsche Version: Haage & Partner.

Im Allgemeinen kann ich aber sagen, dass die Arbeit viel leichter und schneller von der Hand geht als mit dem von Microsoft mitgelieferten Datei Explorer.

Hier einige Beispiele meines DirectoryOpus:

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Links zu DirectoryOpus:

Schaut euch doch einmal die hier vorgestellten Varianten an und postet eure Meinungen bzw. Anregungen; ich würde mich freuen !