Die mobile Welt dreht sich weiter

Aktuell stand wieder einmal meine Vertragsverlängerung an, wobei ich hier die Abläufe, Stolperfallen und mein neues Mobiltelefon vorstellen möchte.

Verträge ändern sich (nicht)

Mein Netzbetreiber ist o2, mit dem ich auch zufrieden bin. Damals hatte ich mir einen Genion-L (also Festnetz- und o2-Netz-Flatrate) Vertrag mit Handy geholt. Zusatzpacks habe ich auch für Internet und SMS extra gebucht. Ich glaube in der zweiten Jahreshälfte 2009 hat o2 sein Tarifmodell verändert, wobei auch die einzelnen Tarife umbenannt und angepasst wurden. Herausgekommen sind o2 o, der Inklusivtarif und die Mobile Flat. Der Mobile Flat-Tarif entspricht hier im Wesentlichen dem Genion-L Tarif. Ich kann diese Umstellung durchaus nachvollziehen – immerhin wird dadurch die Tarifstruktur und somit auch deren Verwaltung für o2 einfacher, jedoch fand ich das Genion-Modell bisher mit das beste Tarifmodell, das o2 hatte. Der Nachteil des Mobile Flat Tarifs ist meiner Ansicht nach, dass die Minutenpreise in andere Mobilnetze sich um 0,10 ct/min. erhöht haben und auch die Taktung 10/10 meines Wissens nach nur gegen Aufpreis drin ist (hier bin ich mir aber nicht sicher). Kurz: ich wollte keinen neuen Tarif, ich wollte meinen alten Tarif einfach verlängern und ggfs. ein Handy dazu.

Entgegen unterschiedlicher Aussagen der o2 Hotline gilt für Vertragsverlängerungen das, was der o2 Pressesprecher Albert Fetsch in diesem Artikel sagte. Die für mich wichtige Quintessenz war:

  • alte Verträge können verlängert werden, man muss nicht auf einen Tarif umstellen
  • alte Verträge mit subventioniertem Handy können auch ohne Handy-Option zu ansonsten gleichen Konditionen verlängert werden
  • ein Zwang für o2 MyHandy besteht nicht

Der letzte Punkt war für mich noch relevant, da ich o2 MyHandy nicht nutzen wollte, zumal man bei dem Preisvergleich schnell feststellt, dass die Modelle im freien Handel meist viel günstiger sind.

Ich rief das erste Mal am Samstag, den 06.03.2010 bei der o2 Hotline an, wo man mir sagte, eine Weiterführung meines alten Tarifs ohne Handy-Option ginge nicht. Ich gehe davon aus, dass es der Hotline-Mitarbeiter nicht besser wusste und kommentiere das nicht weiter. Ein Anruf am 08.03.2010 verlief hingegen schon ganz anders. Mein alter Vertrag wurde ohne Handy-Option verlängert, die 10/10 Taktung konnte beibehalten werden, alles blieb beim Alten und wurde noch günstiger wg. herausgenommener Handy-Option. Wieso ich kein subventioniertes Handy wollte ? Nun, o2 macht einem den Wechsel in einen neuen Tarif durch die Preise „schmackhaft“. So sollte das Handy, das ich wollte mit einer Verlängerung meines alten Tarifs stolze 249 EUR kosten, bei einem Wechsel in einen neuen Tarif hingegen „nur“ 99 EUR. Angeblich gestaltet sich der Preis anhand einer neuen Kostenmatrix, die sich mir auch nach längerem Vergleich der Unterschiede nicht anhand dieser Preisdifferenz erschloss. Somit verzichtete ich auf ein subventioniertes Handy und kaufte mir dieses im freien Handel.

Als Tip von meiner Seite: lasst euch nicht abwimmeln, bleibt hartnäckig, verweist auf die Pressesprecher-Aussagen.

Das neue Handy

Wie oben geschrieben habe ich mir mein neues Handy über den freien Handel gekauft. Die Entscheidung, welches Handy es denn nun werden sollte fiel mir nicht leicht – es sollte jedoch auf jeden Fall ein Smartphone werden, da ich die Vorzüge von meinem alten Telefon zu schätzen gelernt hatte. In die engere Wahl kamen dieses Mal drei Modelle:

  • HTC HD2
  • Motorola Milestone
  • HTC Desire (ab April erhältlich)

Wie man sehen kann, schwankte ich zwischen Windows Mobile und Android. Das Desire hat ordentlich Power (1 GHz Snapdragon Prozessor, >500 MB RAM), ebenso das HD2. Ich wollte nicht auf das Desire warten, da mir das noch zu lange bis zur Markteinführung in Deutschland dauerte – manche Händler schreiben gar erst Mai als Verfügbarkeitsdatum dran. Das HTC HD2 ist ein Windows Mobile 6.5 basiertes Smartphone mit dem derzeit größten Bildschirm (4,3″, 1 GHz Prozessor, >500 MB RAM), jedoch war es mir etwas zu teuer, für das, was man erhält. Man muss bedenken, dass im Kern immer noch das „alte“ Windows Mobile werkelt und nur mittels HTC Sense Oberfläche aufgewertet wurde. Fairerweise muss man dazu sagen, dass HTC eine Upgrade-Option auf das neue Windows Phone 7 Betriebssystem beilegt, aber wann das kommt – wer weiß. Auf der MWC konnte man auch nur wieder eine Demo sehen 🙁

Letzten Endes blieb ich also bei dem Milestone hängen und benutze dieses seit gestern. Was soll ich sagen: ich bin bisher sehr angetan von dem Steinchen und auch von Android 2.0.1. Das Smartphone bietet 256 MB RAM, was mir persönlich aber ausreicht. Ich muss nicht 20 Anwendungen im Hintergrund laufen haben. Zudem war ich vom XDA comet bisher nur 20 MB freies RAM gewohnt 😀

Über das Motorola Milestone will ich in weiteren Blogbeiträgen berichten und auch über sehenswerte Apps aus dem Android Market. Es bleibt spannend 😉

Travelling Blogger

Letzte Woche wurde ich auf ein Programm aufmerksam, das JAMM in seinem Blog vorstellte: Travelling Blogger. Damit soll es möglich sein Beiträge in seinem zu synchronisieren und auch unterwegs zu schreiben. Daraufhin habe ich mir die vorgestellte Version des Programms auf meinen XDA comet heruntergeladen und fing an damit herumzuspielen. Der erste Start des Programms war etwas langsam und dauerte über 2 Minuten, jeder weitere Start verlief danach schneller. Etwas stutzig machte mich das aber schon. Die Konfiguration des Blogs sowie die anschließende Synchronisation verlief hingegen zügiger und ohne Probleme.
Mobile gebloggter Artikel
Das Programm an sich zeigt sich spartanisch und unterstützt nur im Rahmen des Möglichen (auf einem PDA/Smartphone), so dass man auch etwas HTML Kenntnisse mitbringen sollte. Der Test-Artikel war schnell getippt und auch auf den Server übertragen. Ein anschließender Blick auf den gespeicherten Artikel am Desktop brachte dann aber die große Enttäuschung: wie viele Programme in dem Bereich wird keine Rücksicht auf Umlaute o.ä. genommen, so dass ab dem ersten „ä“ der Artikel verstümmelt war. Betreibt jemand hingegen ein englischsprachiges Blog, hat er dieses Problem natürlich nicht.

An der Stelle war der Test für mich dann auch vorbei 🙁 Schade, denn das Programm an sich machte einen guten Eindruck und würde das schnelle Bloggen von unterwegs erlauben. Große Artikel wird man mit dem Programm eh nicht tippen, wenn man keine physikalische Tastatur an seinem Mobiltelefon hat.