Standby und seine Tücken

In letzter Zeit benutze ich verstärkt die Standby Möglichkeit meines PC, so dass ich eine kürzere Bootzeit genießen kann und das bei geringerem Stromverbrauch. Leider funktioniert das aber nicht bei jeder Kombination von Hardware, jedoch bei meiner Hardware durchaus. Hier ist man immer einer gewissen Unsicherheit ausgesetzt, ob es denn nun mit der Hardware-Zusammenstellung funktioniert oder nicht.

Eine Unschönheit beim Standby ist nun bei mir, dass nach dem Aufwachen der Lüfter der Graphikkarte (Geforce XFX 7800 GT Xtreme) auf hohen Touren läuft und somit sehr deutlich hörbar ist. Recherchiert man im Internet, so stellt man schnell fest, dass nVidia bei dieser Graphikchip Reihe wohl einen Bug im Treiber hat, den sie bis heute nicht behoben haben 🙁

Man hat also nun zwei Möglichkeiten:

  1. weiterarbeiten und dabei irgendwann die Nerven zu verlieren ob des Lüfters der Graphikkarte
  2. Benutzung eines Tools wie RivaTuner (bei Guru3D) oder NTunes (bei Chip Online) um die Lüfterdrehzahl zu regeln

Ich benutze derzeit den RivaTuner, wo man diese Einstellungen unter „Driver Settings“ -> „Customize“ -> „System settings“ -> „Fan“ und dort aus der Combobox „auto control“ auswählen kann. Nach dem Aufwachen aus dem Standby ist hier „direct control“ aktiv, was die Existenz des Bugs im Treiber bestätigt. Nach Rücksetzen der Einstellungen auf „auto control“ und anschließendem Bestätigen verhält sich der Lüfter wieder zivilisiert 😉

Diese Methode ist leider etwas umständlich, aber eine 100% optimale Lösung scheint es hier nicht zu geben.

Dropbox – Synchronisation leicht gemacht

Im Internet gibt es mittlerweile einige Dienste, die einem kostenlos Speicherplatz zur Verfügung stellen. Hierbei schwankt dir Größe des zur Verfügung gestellten Speicherplatzes von Dienst zu Dienst. So sind es bspw. bei GMX im Basispaket, das kostenlos ist, 1 Gb beträgt, bei Hotmail (Microsoft’s Skydrive) sind es 25 Gb, jedoch kann man nur Dateien bis zu 50 Mb an einem Stück hochladen. Richtig transparent ist jedoch keine der beiden Lösungen, da man immer wieder über den Browser gehen muss.

Dropbox TrayiconVor ein paar Tagen bin ich nun auf Dropbox gestoßen. Dieser Dienst stellt einem kostenlos 2.2 Gb und ein Programm, das für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung. Dieses Programm wird in der System-Tray angezeigt, überwacht einen Ordner und synchronisiert diesen sobald sich dessen Inhalt ändert. Natürlich ist es auch möglich weiterhin über das Browser-Interface zu gehen. Hiermit kann man dann bspw. Inhalte von zu Hause überall verfügbar machen und auch umgekehrt. Ebenso kann man Dateien der Öffentlichkeit freigeben und diese dann per Link an Freunde senden, so dass sie sich die Dateien runterladen können.

Alles in allem ist Dropbox eine wunderbare Möglichkeit Dateien auf mehreren Rechner synchron zu halten und dabei den Vorteil zu nutzen diese auch als Backup hinterlegen zu können.

Windows Mobile – nützliche Tools

Wie man an der Historie der Blogeinträge ersehen kann, komme ich nicht wirklich oft zum Bloggen. Daher werde ich versuchen mich in der Frequenz meiner Beiträge zu beschränken, dafür aber dann – so hoffe ich – nützliche Beiträge veröffentlichen 😉

Der heutige Blog-Beitrag befasst sich mit einer Reihe von Tools, die ich auf meinem XDA comet benutze und zu denen es in letzter Zeit Updates gab. Beginnen möchte ich mit dem Skyfire Browser, der nun für alle freigegeben wurde und in der Version 0.9 erschienen ist.

Ebenso gab es für den IRIS Browser ein Update, der diesen subjektiv betrachtet deutlich haptischer werden lässt, sprich er reagiert flüssiger auf Eingaben. Auf Mobilgeräten mit deutlich mehr RAM ist er sicher der Kandidat der Wahl, zumal er auch Tabbing beherrscht.

Heute Bildschirm mit Google SearchGoogle hat ein Update seiner WinMo Software Google Maps herausgegeben. Erschienen ist das Tool nun in Version 3.0.0.12 erschienen. Eine Neuerung ist u.a. die Möglichkeit Verkehrsinformationen in der angezeigten Map einzublenden. Eine weitere nützliche Software von Google ist die Google Suche, die sich auf dem Heute-Bildschirm installiert. Von dort aus hat man die Möglichkeit auf alle Dienste direkt zuzugreifen.

Für den Kontaktlisten-Ersatz iContact gab es ein Update auf Version 0.91. Zur Erinnerung: iContact erlaubt die Anzeige der Kontakte in Form einer Liste, die man mit dem Finger bedienen kann. Insgesamt lassen sich die Kontakte so sehr viel leichter durchforschen.

Wer mit dem WinMo-Wecker nicht zufrieden ist und hier insbesondere eine „Snooze“-Funktion vermisst, sollte sich G-Alarm ansehen. Die Software erlaubt eine Vielzahl von Optionen. Für die ganz hartgesottenen Morgenmuffel gibt es die Möglichkeit den Alarm so zu konfigurieren, dass man zuerst eine Aufgabe oder ein Rätsel lösen muss, bevor man den Alarm abstellen kann. Eine echte Herausforderung, wenn man gerade aufgewacht ist 🙂

Soweit zu den Updates interessanter Tools für WinMo Mobiltelefone.

Travelling Blogger

Letzte Woche wurde ich auf ein Programm aufmerksam, das JAMM in seinem Blog vorstellte: Travelling Blogger. Damit soll es möglich sein Beiträge in seinem zu synchronisieren und auch unterwegs zu schreiben. Daraufhin habe ich mir die vorgestellte Version des Programms auf meinen XDA comet heruntergeladen und fing an damit herumzuspielen. Der erste Start des Programms war etwas langsam und dauerte über 2 Minuten, jeder weitere Start verlief danach schneller. Etwas stutzig machte mich das aber schon. Die Konfiguration des Blogs sowie die anschließende Synchronisation verlief hingegen zügiger und ohne Probleme.
Mobile gebloggter Artikel
Das Programm an sich zeigt sich spartanisch und unterstützt nur im Rahmen des Möglichen (auf einem PDA/Smartphone), so dass man auch etwas HTML Kenntnisse mitbringen sollte. Der Test-Artikel war schnell getippt und auch auf den Server übertragen. Ein anschließender Blick auf den gespeicherten Artikel am Desktop brachte dann aber die große Enttäuschung: wie viele Programme in dem Bereich wird keine Rücksicht auf Umlaute o.ä. genommen, so dass ab dem ersten „ä“ der Artikel verstümmelt war. Betreibt jemand hingegen ein englischsprachiges Blog, hat er dieses Problem natürlich nicht.

An der Stelle war der Test für mich dann auch vorbei 🙁 Schade, denn das Programm an sich machte einen guten Eindruck und würde das schnelle Bloggen von unterwegs erlauben. Große Artikel wird man mit dem Programm eh nicht tippen, wenn man keine physikalische Tastatur an seinem Mobiltelefon hat.

Backup von Email-Konten via IMAP

Ich trage mich derzeit mit dem Gedanken mein Webspace-Paket auf ein neues Paket umstellen zu lassen. Hierbei werden vom Hoster einige Vorgaben gemacht, worauf der Kunde achten muss. Eine dieser Vorgaben ist es, dass der Kunde ein Backup aller seiner Daten (Webspace, Datenbank, Email-Konten und Einstellungen) vornehmen muss. Dies stellt auch gar kein Problem dar, nur bei dem Punkt Email-Konten musste ich kurz stutzen.

Wie kommt man denn da in einem Webspace-Paket mit reinem FTP-Zugang und ohne entsprechenden Backup-Punkt in der Konfigurationsoberfläche ran ? Email-Daemons legen diese Daten ja in einer Verzeichnisstruktur auf derPlatte ab (*nix-Systeme), worauf ich aber in dieser Konfiguration keinen Zugriff habe. Also habe ich mich an den Support gewandt und deren Lösungsvorschlag war so einfach, dass ich mich ernsthaft fragte, wieso ich nicht selbst darauf gekommen bin. Sollte der geneigte Leser bis zu diesem Punkt des Artikels auch noch keine Ahnung haben, wie er denn diesen Backup bewerkstelligen sollte, bin ich zumindest beruhigt, dass es nicht nur mir so ging.

Die Lösung – für IMAP Konten wohlgemerkt – liegt in der Verwendung eines kleinen Programms namens IMAPSize. Natürlich war mir bekannt, dass das IMAP-Protokoll besser und effizienter zum Verwalten von Emails als das POP3-Protokoll ist, da die Daten auf dem Server verwaltet werden und nicht alles übertragen werden muss, darüber jedoch auch Backups (auch inkrementell) zu machen, kam mir nie in den Sinn. Wieder etwas dazugelernt 🙂

Google Mobile Maps 2.3.0.9

Google hat Google Mobile Maps (GMM) für Windows Mobile in der Version 2.3.0.9 veröffentlicht. Auffälligste Änderung: Streetview wurde integriert. Bisher hat GMM auf meinem XDA comet gute Dienste geleistet, ich kann es daher nur jedem empfehlen. Anbei noch ein paar Screenshots.

GMM normale Ansicht

GMM Kontextmenü zu StreetView
GMM StreetView

Windows Mobile Tool: Mortbuttons 2.6

Vor zwei Tagen wurde die Version 2.6 des Werkzeugs Mortbuttons veröffentlicht. Die Änderungen zur Version 2.5 (die ich bereits in früheren Artikeln vorgestellt habe) sind wenige, aber dafür umso erfreulicher:

V2.6

  • Unterstützung von Kontakten
  • Schnellere Übergangs-Animationen
  • Mehr Einstellungen für einzelne Menüs
  • Bessere Unterstützung von vom Benutzer hinzugefügten Menüs
  • Diverse kleinere Verbesserungen und Bugfixes
  • Einfaches Heute-Plugin

Das erste Merkmal, das mir ins Auge fiel ist die Unterstützung von Übergangsanimationen. Das verleiht der Anwendung ein viel griffigeres „Look and Feel“ und ist einfach nur angenehm anzusehen. Welche Effekte für welche Aktion genutzt werden sollen, ist individuell einstellbar. Zur Verfügung stehen „Dehnen/Quetschen“, „Wegschieben“, „Darüber schieben“, „Scheibenwischer“, „Überblenden“, „Würfel“, Links/Rechts/Oben/Unten oder einfach „Kein Übergang“. In Verbindung mit den festlegbaren Fingergesten erreicht man näherungsweise das Verhalten des HTC Home Plugins bzw. des HTC Cubes. Einfach genial !

Hier ein Video, das die Effekte zeigt (Sorry für die miserable Qualität, ein anderes Handy musste hierfür herhalten):

currenttodayEine weitere Neuerung ist die Platzierung auf dem Heute-Bildschirm mittels eines kleinen Plugins, das mitinstalliert wird. Da ich aber meinen Heute-Bildschirm bereits mittels rlToday angepasst habe (s. das Bild links), starte ich „Mortbuttons1“ direkt als Menü, so dass diese Lösung für mich leider etwas zu spät kommt 🙁

Die nützlichste Erweiterung in V2.6 ist jedoch die Unterstützung von Kontakten. Das bedeutet konkret, dass man einen Kontakt als Schnellwahl-Knopf in einem Menü platzieren kann. Hat man zu diesem Kontakt ein Bild gepflegt, wird dieses direkt als anzuzeigendes Symbol übernommen. Endlich ein „Quick-Dial“ ohne Schnörkel. Daumen hoch an den Entwickler für diese Erweiterung 😉 Standardmäßig wird man auch vor der Anwahl gefragt, ob man diese Nummer auch wirklich wählen möchte, dies kann man aber in den Einstellungen ausschalten. Jedoch gilt: vom Sicherheitsdenken her sehr gut.

Mit diesen Erweiterungen habe ich ganz neue Ideen für eine kleine Umgestaltung meines Heute-Bildschirms, worüber ich dann auch berichten werde.

Windows Mobile: Tücken, Upgrades, Betriebssystem

Steigt man von einem Mobiltelefon mit proprietärem Betriebssystem auf ein Betriebssystem mit völlig anderm Bedienungsansatz so hat man anfangs seine Schwierigkeiten, man findet sich aber nach einer gewissen Zeit zurecht. Hierbei hat jedes Betriebssystem eines Mobiltelefons / eines Herstellers gewisse Marotten (von manchen als Fehler, von anderen als Feature verkauft) über die man stolpern kann – so auch bei Windows Mobile.

Hier eine kleine Zusammenstellung der Eigenarten, die mir spontan einfallen:

  • Verzögerungszeit beim Transfer von flüchtigem in persistenten Speicher
    • Empfängt man bspw. eine SMS oder einen Telefonanruf und man macht entweder einen Softreset bzw. das Mobiltelefon stürzt einem einmal ab, so ist die SMS bzw. der Anruf in der Historie verloren. Dem kann man entgegenwirken, wenn man das Gerät zuvor einmal ausschaltet (Hibernate) mittels des Ein-/Ausschalters oben rechts.
  • das Registry-Konzept wurde auch für Windows Mobile übernommen. Jede Installation/Deinstallation hat das Potential hier Spuren zu hinterlassen und das System instabil zu machen
  • Programme laufen im Hintergrund weiter, werden sie über das „X“ geschlossen, Programme mit „ok“ werden beendet (hier empfehle ich Oxios Hibernate und Oxios CloseApps).

Abgesehen hiervon ist es so, dass jeder Hersteller die Möglichkeit hat sich ein eigenes ROM zu erstellen (ROM cooking). o2 bspw. hat im XDA comet ein „Extended ROM“, das man auch sichtbar machen kann – hierzu aber später mehr. Generell hat sich mittlerweile herauskristallisiert, dass das o2 XDA comet ROM nicht unbedingt das beste ROM ist. In Asien heißt der XDA comet ATOM LIFE und es ist von o2 Asia auch bereits ein neues ROM mit WinMo 6.1 als Basis verfügbar. Wieso o2 hierzulande einen anderen Namen gewählt hat, ist mir persönlich völlig schleierhaft. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es o2 Asia nicht mehr gibt und der Support für die Region auf die „Mobile & Wireless Group“ (MWg) in Singapur überging.

Die (hoffentlich bald) folgenden Artikel werden sich mit Thema Windows Mobile aufpeppen – Teil 2, der Upgrade-Prozedur auf dem XDA comet mittels miniSD-Karte sowie dem ROM-Cooking befassen.

Windows Mobile aufpeppen – Teil 1

Heute möchte ich die schon oft angesprochene Artikelreihe „Windows Mobile aufpeppen“ beginnen. Diese Artikel-Reihe soll meinen Weg durch ein Geflecht aus verschiedensten Werkzeugen und Ansätzen widerspiegeln, aber auch einige Irrwege und Probleme aufzeigen. Generelles Ziel ist es jedoch immer Windows Mobile durch nützliche und optisch ansprechende Werkzeuge zu erweitern.

An was misst man heutzutage die Bedienbarkeit eines Mobiltelefons ? Nun ich denke an neuartigen Bedien-Konzepten und -ideen, die man so noch nicht gesehen hat und die viel Funktionalität in wenige Aktionen verpacken können. Der Wunsch meinen XDA comet mit Standard Windows Mobile aufzupeppen keimte erstmals auf als ich die Bedienoberflächen von HTC und von Apple’s iPhone sah. Kurze Zeit später begann dann die Suche nach Programmen, die Teile dieser Funktionalität – vielleicht sogar aus beiden Welten – auf meinen XDA brachten.

Beginnen möchte ich mit dem Ansatz Windows Mobile dem iPhone „Look and Feel“ näher zu bringen. Markantes Zeichen beim Einschalten des iPhone ist der Slide2Unlock Bildschirm. Durch eine kleine Google-Exkursion fand ich verschiedene Werkzeuge, aber wie so oft im PDA-/PPC-Bereich wird für jedes Fitzelchen Software ein teils unverschämter Preis verlangt. Dann bin ich auf das Forum bei xda-developers gestolpert und siehe da, es gibt dort Tools, Hilfe und Rat für die verschiedensten Belange im XDA Segment. Gefunden habe ich dort das Tool „S2U2“ von A_C, das neben zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten auch ein Skinning des Startbildschirms erlaubt. Daneben kann es den nächsten Termin, die Zahl der verpassten Anrufe und empfangenen SMS zentral gebündelt beim Einschalten präsentieren. Ferner bietet es die Option Anrufer und deren ggfs. hinterlegten Bilder Bildschirm-füllend bei eingehendem Anruf anzuzeigen, so dass man im Falle eines hinterlegten Bildes schnell sehen kann, wer gerade durchklingelt. Auch die Anzeige von Wetterinformationen (hier und hier) ist auf diesem Startbildschirm möglich. Hierzu bedient es sich verschiedener Tools, die aber bereits installiert sein müssen oder es liest einen definierten Registry-Key und wertet diesen aus. Dies erlaubt es auch anderen Programmen – etwa Mortscripts (hierzu mehr in einem anderen Artikel) – Wetterinformationen zu analysieren und S2U2 bereit zu stellen. Alles in allem ein nützliches und optisch ansprechendes Tool mit vielen Anpassungsmöglichkeiten.

Hat man nun Slide2Unlock auf dem iPhone betätigt so gelangt man auf eine Schnellstart-Bildschirm, wobei man auch durch verschiedenartig gegliederte Seiten blättern kann. Dies bildet unter Windows Mobile das Werkzeug iFonz. Beim Start eines Programms oder einer Verknüpfung wird eine Übergangsanimation angezeigt und das gewünschte Programm erscheint. Allerdings hat der Flair dann auch sein Ende, denn man landet wieder in der Realität – sprich der Windows Mobile Oberfläche. Funktional gesehen kann iFonz mit frei definierbaren Startleisten und mehreren Seiten dienen. Die Zahl der Termine und SMS kann auch angezeigt werden. Man kann also bis zu einem gewissen Grad einen Look and Feel des iPhone nachahmen.

Kommen wir aber nun zu dem HTC-Ansatz und wie er sich unter Windows Mobile simulieren lässt. Markantestes Merkmal der Bedienung ist sicher der Cube, einer Oberfläche, der man durch links und rechts Bewegen des Fingers Leben einhauchen kann. Dabei wird durch eine Kubus-Animation zwischen verschiedenen Seiten hin- und hergeblättert. Man hat so Zugriff auf Kontakte / Favoriten, Musik / Videos /Fotos und verschiedenen Links wie CommManager oder SMS etc. Dies wird von diversen Tools nachgeahmt, diese setzen aber teilweise ressourcenhungrige Erweiterungen voraus (flashlite, Compact Framework). Daher kam für mich letzten Endes nur der HTC Cube Clone SCLPC++ in Frage. Die Konfiguration erfolgt ohne weitere Hilfsmittel über INI-Dateien. Die Animationen sind flüssig und der Kubus reagiert sofort. Negativ aufgefallen ist die Verwendung einer OpenGL-Library, die einen Hinweis einblendet, da sie nicht lizenziert ist.

Weiteres Merkmal ist das Heute-Bildschirm-Plugin von HTC, das einem Zugriff auf Telefonate, SMS und Mail sowie Wetter und Quickdial (hinterlegte Kontakte, die man direkt vom Heute-Schirm aus anwählen kann) bietet. Hierzu werden Tabreiter verwendet, durch die man blättern kann. Unter Windows Mobile kann man dies durch die Verwendung von rlToday sowie einem hierfür angepassten Skin (im RL-Forum findet man auch eine an QVGA angepasste Version des Skins) und verlinkten Mortscripts erreichen.

Zu der nicht ganz unspannenden Frage, wieso ich die Werkzeuge, die das iPhone nachahmen nicht mehr benutze kann ich nur sagen, dass S2U2 über 1 MB Speicher auf meinem XDA comet verbraucht hat. Das ist für einen PDA/PPC, wo Speicher eh ein kostbares Gut ist, einfach zuviel. Die iFonz Oberfläche habe ich irgendwann auch abgeschaltet, da der Flair der Integration ab einem gewissen Grade verflogen ist und es manchmal auch etwas träge wirkte. Gerade beim Start des XDAs überschnitten sich häufig PIN-Eingabe und die iFonz Oberfläche. Den HTC Cube Clone habe ich ob seiner unkomfortablen Konfiguration und der Meldung der OpenGL Bibliothek auch wieder vom XDA entfernt.

currenttodayWas man aber anpassen kann und was auch nahtlos in Windows Mobile integriert wird, sind die sog. Motive. Beim XDA comet ist das Motiv „Swirl“ voreingestellt, das sich mit der Farbe Blau in Szene setzt. Ich persönlich bevorzuge hier eher ein Motiv, das sich am HTC bzw. am neuen HTC Diamond orientiert, sprich sich vermehrt dunklen Farben bedient. Ein Theme „Black WM6 Theme“ kann man sich frei hier herunterladen, ein Theme „HTC Diamond Theme“ hier. Wie diese Motive aussehen kann man sich in früheren Beiträgen hier und hier (respektive auf dem Bild links) ansehen. Wer es lieber bunter mag, kann sich auch auf den verlinkten Seiten mit den Themes gerne einmal umsehen, ob das Passende für ihn dabei ist.

Soviel erst einmal als Auftakt zu der Artikelreihe. Wem meine Ausführungen nicht zusagen, sprich sich die Geschmäcker unterscheiden, kann sich vielleicht einige Anregungen mitnehmen. Ansonsten reden wir hier über ein als subjektiv einzustufendes Thema. Geschmäcker sind nun einmal verschieden 😉 Dennoch hoffe ich, dass es gefällt.

Im nächsten Artikel hierzu werde ich Plugins für den Heute-Bildschirm vorstellen und was an diesen – in meinen Augen – gut oder schlecht ist. Ziel der Artikelreihe wird es sein den Weg zu meinem jetzigen Heute-Bildschirm zu beschreiben, so dass man ab da selbst kreativ tätig werden kann.

Mobiles Internet – die (vermeintliche) Lösung

Ich hatte ja bereits darüber berichtet, dass es auf mobilen Endgeräten, die mit Windows Mobile laufen, keine wirklich gute Lösung für das Surfen im Internet gibt. Es gibt einige gute Ansätze, aber die Browser-Anwendung, die den endgültigen Durchbruch bringt, so dass ich mir sage: „Ok, ich brauche sonst keine weitere mehr“ – diese habe ich noch nicht gefunden.

In der engeren Auswahl hatte ich bisher 2 Programme, die aber beide noch nicht als fertige Produkte auf dem Markt erhältlich sind: Opera Mobile 9.5 BETA und Skyfire, wobei ich letzteren bisher nur in Form von Screenshots zu Gesicht bekam. Das Beta-Programm für Skyfire beschränkt sich derzeit auf die USA 🙁 Der Opera Mobile 9.5 Beta Browser kämpft noch mit Kinderkrankheiten und dem äußerst nervigen Out-of-Memory Bug, der ein stabiles Surfen unmöglich macht.

irisbrowserstartNun bin ich aber über einen Webbrowser gestolpert, der als Basis WebKit zum Rendering benutzt und auch Tabs und verschiedene Anzeige-Modi unterstützt. Auch ansonsten zeigt er sich recht stabil und kann mit mehreren Modi dienen, bietet JavaScript 1.5, CSS 2.x und 3.x, einen Popup-Blocker – eigentlich alle Features, die man so von einem Desktop-Browser gewohnt ist. Im Prinzip bietet er genau das, was man von einem Browser für mobile Endgeräte erwartet (dass man nicht den vollen Komfort erwarten kann wie auf dem Desktop, dürfte jedem klar sein). Das Programm hört auf den Namen Iris Browser. Unter dem Link kann auch eine Liste aller Features eingesehen werden.

irisbrowserexampleMan bewegt sich mittels Stylus durch die angezeigte Webseite – hierbei wird zusätzlich noch ein Übersichtsbild unten rechts eingeblendet, über das man auch navigieren kann und sich somit schnell auf großen Seiten bewegen kann. Als Beispiel habe ich die Seite von O2 aufgerufen und ein Bild vom Ergebnis gemacht. Die Seite wird im Großen und Ganzen naturgetreu – also wie auf dem Desktop – dargestellt.

Möchte man vermeiden, dass eine optimierte Fassung einer Webseite auf dem mobilen Endgerät angezeigt wird, so kann man zwischen den verschiedenen Anzeige-Modi wechseln bzw. man kann ich den Einstellungen auch ein Häkchen setzen („Identified as Desktop computer“).

Das Arbeiten mit dem Browser macht viel Spaß – nicht zuletzt auch wegen seiner Fehlertoleranz. Merkt er bspw. dass der Speicher knapp wird, so deaktiviert er das automatische Nachladen von Bildern und zeigt ein Grundgerüst der Seite an. Des Weiteren gibt es viele nette Spielereien wie Überblend-Effekte oder Wellen-Animationen beim Tippen auf einen Link usw.

Besonders gut gelöst finde ich haben die Entwickler das Einpassen von Seitenausschnitten, wie man es auch vom Safari auf dem iPhone gewohnt ist. Hierbei bewirkt ein Doppel-Tippen auf den Schirm, dass der Ausschnitt in den Bildschirm eingepasst wird. Ein weiteres Doppel-Tippen das Gegenteil. Ich habe hier drei Bilder von dem Vorgang gemacht:

irisbrowserzat1irisbrowserzat2irisbrowserzat3

Bild 1 zeigt den Originalausschnitt, Bild 2 den Zoomvorgang (etwas Phantasie bitte !), Bild 3 das Resultat nach dem Einpassen.

Wenn ihr euch den Browser runterladen wollt, ist eine kleine formlose Registrierung notwendig. Hierbei genügt es den Namen und die Email-Adresse anzugeben. Danach lädt man sich eine CAB-Datei herunter, die dann installiert wird. Der Erststart des Browser fördert auch gleich ein Update zutage, so dass man ca. 2,5 MB nachladen muss. Das ist zwar unschön, aber wenn man das per WLAN erledigt, geht es und man spart etwas Traffic. Danach wird dieses Update installiert und man kann beginnen.

Ich wollte euch diese Browser-Anwendung einmal kurz vorstellen, kann aber natürlich nicht auf alle Features eingehen – hier ist euer Spieltrieb gefragt. Generell ist es aber die in meinen Augen bisher praktikabelste Lösung Webseiten komfortabel unter Windows Mobile zu betrachten und sich darauf zu bewegen. Äußerst gespannt warte ich auf das fertige Endprodukt 🙂